Kleider machen Leute

Wir sind Weltmeister im Kleiderkonsum. Jeder Deutsche kauft im Schnitt 40 bis 70 Kleidungsstücke im Jahr. Damit führen die Deutschen gemeinsam mit den USA und der Schweiz die Weltrangliste an. Auch der Umsatz der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie kann sich sehen lassen: 27 Milliarden Euro im letzten Jahr – und damit führend in Europa.

    Womit im Bekleidungssektor genau das Geld gemacht wird, zeigt die folgende Grafik. Wenn du mit dem Mauszeiger über die farbigen Felder fährst, siehst du die genauen Zahlen.  
Im Schnitt gibt jeder deutsche Haushalt 100 Euro pro Monat für Kleidung aus. So kaufen wir uns immer weiter neue Dinge und werfen Kleidung weg, deren Lebensdauer vielleicht noch gar nicht abgelaufen ist.
    Die Produktion von Kleidung hat einen erheblichen Einfluss auf unsere Umwelt. Wir verbrauchen Ressourcen und verpesten Luft und Wasser. Kleidung länger zu tragen oder sie zu recyclen verringert diese negativen Effekte. Weltweit gibt es daher mittlerweile unzählige Möglichkeiten, Altkleider zu sammeln. Diese werden – je nach Zustand – als Second-Hand-Klamotte weitergegeben oder recycelt. Bei Humana sieht das beispielsweise so aus:     Je länger jeder seine Sachen trägt, desto kleiner wird der persönliche ökologische Fußabdruck. Auf ein Kleidungsstück runtergerechnet, verringern sich die schlechten Umwelteinflüsse mit nur neun Monaten längerer Tragedauer um fast 30 Prozent! Natürlich nur, wenn man sich in der Zeit nicht neue Sachen kauft. Außerdem hält sich Second-Hand-Mode nicht strikt an Saison und Trend: Es gibt im Prinzip jeden Tag neue Kollektionen. Viele gute Gründe sprechen also dafür – und doch ist der Second-Hand-Anteil gemessen am weltweiten Textilhandel immer noch äußerst gering.
Sehen Sie hier den dazugehörigen Fotofilm “Mode mit Mission”!